In meinem Arbeitsvertrag stand „Chefsekretärin“. In der Realität verkaufte ich eine Produktionsanlage für 40'000 Franken und merkte zum ersten Mal: Verkaufen liegt mir.
Mein Chef war monatelang in Asien unterwegs, als ein Kunde wegen einer Produktionsanlage anrief. Also habe ich übernommen.
Ich klärte den Bedarf, erstellte das Angebot, hakte nach und schloss den Verkauf ab. 40'000 Franken.
Die Anlage wurde ausgeliefert, der Kunde war zufrieden, alles lief wie am Schnürchen.
Und ich hatte dieses leise Kribbeln im Bauch.
«Das hier … das liegt mir.»
Als mein Chef zurückkam, erzählte ich ihm stolz davon. Innerlich wartete ich auf ein: «Wow, super gemacht.»
Stattdessen sagte er leicht angesäuert:
«Meine Sekretärin verkauft keine Anlagen.»
Ich war baff. Es war klar: Egal, wie gut ich das gemacht habe – es spielt keine Rolle.
Ich konnte verkaufen. Aber ich sollte es besser lassen.
Frustriert erzählte ich die Geschichte einem Freund. Der lehnte sich gechillt zurück und meinte nur:
«Du brauchst eigene Kunden.»
Mir ging auf, dass nicht ich das Problem war, sondern die Rolle, in der ich feststeckte.
Was ich damals noch nicht wusste: Dieser Satz sollte mich in eine Branche führen, in der ich das Verkaufen wirklich verstehen und lernen würde.
Kurz darauf wechselte ich, eher unbedarft als geplant, in die Finanz- und Versicherungsbranche. Ich dachte damals noch:
Wenn ich einfach gut berate, verkauft sich das Produkt von selbst.
Meine Chefs lehrten mich Verkauf, dann liessen sie mich machen.
Ich «machte». Auf meine Art. Anfangs belächelt. Dann sensationell erfolgreich.
In der Finanzbranche merkte ich, dass Beratung und Verkauf zwei verschiedene Dinge sind und dass
beides gelernt sein will. Für ein gutes Gespräch braucht es eine gute Kombination aus allen Komponenten.
Ich hatte das grosse Glück, zwei Chefs zu haben, die mir vertrauten. Sie zeigten mir, wie
Verkauf «branchenüblich» funktioniert. Gleichzeitig liessen sie mir den Raum, meinen eigenen Stil
zu entwickeln.
Meine Erstgespräche dauerten länger als diejenigen meiner männlichen Kollegen.
1,5 Stunden, statt 45 Minuten. Zuerst wurde darüber geschmunzelt.
Doch das Lächeln wich schnell echtem Respekt.
Ich machte nämlich überdurchschnittlich viele grosse Abschlüsse und lag mit meiner Stornorate konstant
unter 2 %.
Zur Einordnung:
In der Finanzbranche kündigen Kundinnen und Kunden ihre Verträge oft wieder, besonders bei komplexenProdukten wie Lebensversicherungen. Eine Stornoquote von 17 bis 20 % gilt als normal. Bei mir waren es
unter 2%.
Das bedeutet: von 100 abgeschlossenen Verträgen werden im Branchendurchschnitt 17 bis 20
wieder annulliert.
Bei mir waren es von 100 abgeschlossenen Verträgen unter 2, die wieder annullierten.
Menschen blieben bei dem, was wir gemeinsam entschieden hatten. Weil die Lösungen wirklich zu ihnenpassten.
Für mich wurde in dieser Zeit etwas Grundsätzliches klar:
Ich darf meiner Intuition vertrauen.Integrität und Erfolg im Verkauf schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil: Sie gehören für mich zusammen.
Ein Auto zu verkaufen ist etwas anderes, als ein Coaching zu verkaufen. Materielle Produkte kann man sehen und anfassen. Immaterielle Leistungen brauchen etwas anderes: Saubere Abklärung, Verantwortung und erlebbare Resultate. Genau dafür hatte ich von Anfang an klare Standards.
Mich interessierte die Finanzbranche zunächst wegen der fachlichen Tiefe. Finanzplanung, Kapitalanlagen und Versicherungen sind komplexe Themen. Man arbeitet mit Entscheidungen, die Menschen über viele Jahre begleiten können.
Gerade deshalb war für mich früh klar: Ein Abschluss darf nur entstehen, wenn der Mensch gegenüber wirklich versteht, worum es geht und das Produkt 100% zu seinen Bedürfnissen passt.
In der Praxis merkte ich schnell, dass genau hier der entscheidende Punkt liegt. Lebensversicherungen oder Finanzlösungen sind keine Produkte, die man auf den Tisch legen kann. Man verkauft etwas, das erst in der Zukunft seine Wirkung entfaltet.
Damit ein Mensch dazu Ja sagen kann, muss im Gespräch etwas passieren:
Die Kundin braucht die Sicherheit, auf alle Fragen eine verständliche Antwort zu bekommen und das Vertrauen, dass die Beratung ihr Bestes im Sinn hat. Sie braucht ein Bild davon, was das Angebot für sie tut und was es nicht abdecken kann. Die Entscheidung und die Verantwortung für diese müssen schlussendlich beim Kunden liegen und da sollte keine Manipulation im Spiel sein.
Genau solche Gespräche habe ich damals geführt.
Heute arbeite ich mit Coaches, Therapeutinnen, Heilerinnen und Beraterinnen – Menschen, die ebenfalls immaterielle Leistungen anbieten. Auch ihre Arbeit lässt sich nicht einfach zeigen wie ein Produkt. Deshalb ist das Erstgespräch der Moment, in dem alles zusammenkommt: Kompetenz, Klarheit, Vertrauen und die Frage, ob eine Zusammenarbeit wirklich passt.
Viele feinfühlige Expertinnen wissen genau, was sie können. Aber sie haben nie gelernt, wie man solche Gespräche führt. Genau dabei unterstütze ich sie heute.
Meine Erfahrung aus der Finanzbranche hilft mir, diese Gespräche so zu gestalten, dass sie sich für beide Seiten stimmig anfühlen – ethisch, klar und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich.
In meinen Gesprächen über Geld faszinierte mich immer stärker die Psychologie hinter menschlichen Entscheidungen. Ich wollte verstehen, wie man Kundinnen und Kunden in solchen Prozessen professionell begleiten kann.
Als Finanzplanerin sah ich Hunderte von Lohnausweisen, Kontoauszügen und Vorsorgeausweisen. Dabei fiel mir etwas auf: Manchen Menschen schien Geld durch die Finger zu rinnen, während es sich bei anderen wie selbstverständlich ansammelte. Mich begann immer mehr zu interessieren, welche Gedanken, Überzeugungen und Verhaltensweisen solchen Entscheidungen vorausgingen.
Ich wollte Money Coach werden und lernen, wie man Menschen in diesen Prozessen sinnvoll begleitet und zu guten Entscheidungen führt.
Also suchte ich eine Möglichkeit, Coaching professionell zu lernen. So stiess ich auf eine Stelle als Coach und Trainerin in der Erwachsenenbildung für Menschen, die beruflich neu starten wollten. Eigentlich suchten sie eine Psychologin oder Pädagogin.
Meine Bewerbung wurde deshalb zunächst abgelehnt. Doch ich wollte diese Stelle unbedingt. Also rief ich mehrmals an. Mit der Zeit entstand ein freundlicher Kontakt zu den Damen am Empfang. Beim dritten Anruf sagten sie:
„Der Chef kommt gleich vom Arzt zurück. Wenn Sie möchten, kommen Sie doch kurz vorbei.“
Das tat ich. Ich bekam fünf Minuten und bot alles auf, was ich in den Jahren als Finanzplanerin über Kommunikation gelernt hatte.
Nach viereinhalb Minuten hatte ich den Termin für ein "richtiges" Vorstellungsgespräch.
Da ich als Coach und Trainerin weder Ausbildung noch Erfahrung vorzuweisen hatte, folgten zwei ausführliche Vorstellungsgespräche. Dann ein Probetag, an dem ich mich live als Kursleiterin mit einer echten bestehenden Gruppe beweisen sollte. Was zunächst spektakulär scheiterte. Das merkte ich schon während ich vor der Gruppe stand. Weshalb ich beschloss, die Sache nach der Pause würdig abzuschliessen. Ich bearbeitete das Thema "Kommunikation" mit dieser Kadergruppe in "Freestyle Manier" - legte also den Ordner mit den Vorgaben auf die Seite und verwickelte die Teilnehmer in eine offene Diskussion, bei der ich alles rüberbrachte, was ich über Kommunikation wusste.
Die damalige Teamleitung sah Potential in mir und gab mir eine weitere Chance.
In der Nacht vor dem zweiten Probetag hatte mein Sohn eine akute Blinddarmentzündung und ich war bis nachts um 2 Uhr - bis er ausser Gefahr war - im Krankenhaus. Um 5 Uhr stand ich auf und bereitete meinen Kurstag vor. Um 9 Uhr stand ich vor der Gruppe. Um 10 Uhr waren meine Teilnehmenden so begeistert, dass sie in der Pause zum Chef und ihm sagten, dass er mich unbedingt einstellen müsse. Als ich um 12:15 Uhr ins Chefbüro kam um zu hören, was er meint, sagte er: "Der Antrag auf deine Einstellung ist bereits im Briefkasten und auf dem Weg an den Hauptsitz".
Ich fange heute noch an zu heulen, wenn ich davon erzähle, was diese Menschen damals für mich getan haben.
Das war 2005. Seitdem begleite ich Menschen in beruflichen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen als Coach und Kursleiterin.
Bis ich mich endlich traute, meinen anfänglichen Wunsch nach beruflicher Selbständigkeit in den die Tat umzusetzen, sollten noch einige Jahre ins Land ziehen.Wenn mich ein Thema packt, tauche ich tief ein. Über die Jahre hat mein Wissensdurst mich durch viele Ausbildungen und Weiterbildungen geführt. Diese Zertifikate bewohnen meine Schreibtischschublade:
Mindfuck® Coach, Potentialorientiertes Coaching nach Dr. Bock, Dr. Bock Coaching Akademie Berlin (2017–2019)
CAS Coaching, Pädagogische Hochschule Zug (2014)
EFT Practitioner, Emotional Freedom Techniques (Klopf-Akupressur) , Dr. Reto Wyss, Schweiz. Zentrum für EFT (2014)
Dipl. Coach SCA, Systemisches Coaching nach Dr. Sonja Raddatz, Coachingzentrum Olten (2007–2009)
Kursleiterin - Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen, SVEB I, Berufsbildungszentrum Dietikon (2005–2006)
Finanzplanerin mit eidgenössischem Fachausweis, Institut für Finanzplanung Baden (2001-2003)
Kauffrau im Gross- und Aussenhandel, Emil Huber Dental Karlsruhe (1982 - 1984)
Schon während meiner Coachingausbildung 2007 wusste ich: Eines Tages möchte ich selbstständig arbeiten. 2018 war es so weit. Ich begann neben meiner Teilzeitstelle erste eigene Coachings anzubieten und begleitete Menschen in beruflichen Veränderungsprozessen. Einige waren angestellt, andere selbstständig. Ende 2019 kündigte ich meine Anstellung und startete im März 2020 vollständig in die Selbstständigkeit.
Nur wenige Wochen später kam Corona. Plötzlich war unklar, ob persönliche Gespräche überhaupt noch möglich oder verantwortbar waren. Ich entschied mich, vorerst keine Kundinnen und Kunden zu akquirieren. Stattdessen adoptierte ich meinen zweiten Hund Benny. Wir gingen lange spazieren, um sein nervöses Temperament zu beruhigen, und genossen die Zeit.
Gerade als ich beschloss, mich nun ernsthaft um die nächsten Schritte in meinem Business zu kümmern, erhielt ich einen unerwarteten Anruf. Eine Businesskollegin, mit der ich früher zusammengearbeitet hatte, war aufgrund von Corona mit Online-Aufträgen überrollt und fragte mich, ob ich ihre Kundinnen und Kunden auf Mandatsbasis coachen würde. Aus diesem einen Auftrag wurden fünfeinhalb Jahre Zusammenarbeit. Von Mitte 2020 bis Ende 2025 begleitete ich dort Menschen in beruflichen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Dieses Mandat wurde zu meiner Haupteinnahmequelle.
Parallel dazu baute ich mein eigenes Unternehmen weiter auf. 2021 entstand meine erste professionelle Webseite, und nach einem Positionierungscoaching begann ich als Finanzmentorin für selbstständige Frauen zu arbeiten. Diese Positionierung lag nahe. Als Finanzplanerin konnte ich viele Themen abdecken, und ich liebte die Breite dieses Feldes. Gleichzeitig machte genau diese Breite das Marketing schwierig. Wer in einem Gebiet „alles“ anbietet, ist schwer klar zu positionieren.
Trotzdem blieb ich zunächst dabei und begann, meine eigene Zielgruppe auf Instagram aufzubauen. Dort startete ich praktisch bei Null, denn mein gesamtes Netzwerk aus den Jahren davor bestand aus Menschen in Anstellungen.
In den Coachings mit Kundinnen zeigte sich: Die entscheidenden Momente im Business sind Gespräche. Gespräche über Preise. Gespräche über Zusammenarbeit. Und vor allem Gespräche, in denen eine Kundin entscheidet, ob sie mit dir arbeiten möchte.
Gleichzeitig entsteht für viele selbstständige Frauen eine neue Ebene. Sie haben fachliche Expertise. Doch als Unternehmerinnen brauchen sie zusätzlich Kompetenzen in Kommunikation, Verkauf, klarer Haltung und im Umgang mit Blockaden rund um Sichtbarkeit und Umsatz.
Genau an dieser Stelle arbeite ich besonders gerne. Ich zeige meinen Kundinnen, wie sie solche Gespräche so führen können, dass sie sich dabei wohlfühlen und gleichzeitig häufiger zu Buchungen führen.
Dass mir Verkaufsgespräche liegen, wusste ich schon lange. Was mich jedoch nie interessiert hat, war das übliche Verkaufsgerede. Eine Webseite zu betreiben, auf der „Verkaufen“ das Hauptthema ist und immer wieder dieselben Sales-Skripte wiederholt werden, hätte mich gelangweilt.
Erst als ich 2025 durch eine Human-Design-Analyse begann, meinen eigenen Ansatz präziser zu formulieren, wurde es für mich wirklich spannend. Plötzlich ging es nicht mehr um Verkaufstechniken, sondern um Haltung und Kompetenz. Darum, wie feinfühlige Expertinnen immaterielle Leistungen, wie Coaching oder Beratung es sind, anbieten können auf eine Weise, die sowohl ihren Werten entspricht als auch wirtschaftlich erfolgreich ist.
Bei solchen Angeboten ist das Erstgespräch ein komplexer Moment. Hier treffen mehrere Ebenen aufeinander: fachliche Kompetenz, klare Kommunikation, Präsenz und die Fähigkeit, ein Angebot so zu erklären, dass sichtbar wird, welchen Unterschied es für die Kundin machen kann.
Aus diesem Weg haben sich meine heutigen Angebote entwickelt:
Sales Soulprint entstand aus meiner eigenen Suche nach einer klaren Positionierung. Er zeigt feinfühligen Expertinnen ihre persönliche energetische Landkarte für Sichtbarkeit und Verkauf.
Clear Yes konzentriert sich auf den Moment, der im Business oft alles entscheidet: das Erstgespräch. Ich zeige meinen Kundinnen, wie sie diese Gespräche so führen können, dass sie sich dabei wohlfühlen und gleichzeitig mehr Buchungen entstehen.
Und in Business Fully You arbeiten wir auf der nächsten Ebene: an der inneren Führung, die ein Business wirklich trägt.
Denn ein Unternehmen wächst nicht nur durch Strategien. Es wächst vor allem durch die Persönlichkeit und Klarheit der Person, die es führt.
2018 traute ich mich, meinen langjährigen Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit in die Tat umzusetzen. Endlich konnte ich die vielen Fäden meiner beruflichen Erfahrung, Kompetenzen und Leidenschaften zu etwas Eigenem zusammenflechten, genau so, wie ich es wirklich wollte.
Du spürst, dass du dein Angebot endlich so verkaufen möchtest, wie du arbeitest. Ehrlich, wirksam und ohne dieses Ziehen im Bauch.
Dann lass uns gemeinsam schauen, wie ich dich mit einem meiner Angebote unterstützen kann.
Zum Beispiel mit Sell it Gently.
Mehr über mich
Neurospicy Mind
Ich bin neurospicy – und liebe es.
Mein Kopf denkt nicht in Linien, sondern in Mustern,
Abzweigungen und Parallelspuren.
Anstrengend für To-do-Listen.
Grossartig für Tiefe, Verbindungen und feine Zwischentöne.
Ein paar Dinge über mich
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Grossartig für Tiefe, Verbindungen und feine Zwischentöne.









