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Was ist eine Finanzmentorin?

Aktualisiert: 18. März

Hast du schon einmal überlegt, eine Finanzmentorin an deiner Seite zu haben? Vielleicht denkst du, dass Finanzberatung und Mentoring nur etwas für große Unternehmen oder erfahrene Investoren sind. Tatsächlich kann eine Finanzmentorin auch für dich als Solounternehmerin sehr wertvoll sein.


Aber wie genau hilft dir eine Finanzmentorin und wann solltest du eine engagieren?

In diesem Artikel werde ich erklären, was eine Finanzmentorin ist, welche finanziellen Vorteile sie bieten kann und wie du die richtige Mentorin für deine individuellen Bedürfnisse finden kannst.

Bist du bereit, deine finanzielle Zukunft in die Hand zu nehmen? Dann lass uns gemeinsam herausfinden, was ein Finanzmentor für dich tun kann.


Was ist Mentoring?

Mentoring ist eine bewährte Methode der persönlichen und beruflichen Entwicklung, bei der eine erfahrene und qualifizierte Person (die Mentor:in) ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Netzwerk teilt, um eine weniger erfahrene Person (den Mentee) zu unterstützen und zu fördern. Mentoring kann in verschiedenen Bereichen angewendet werden, darunter Bildung, Karriere, persönliches Wachstum und eben auch Finanzen. Durch Mentoring können Mentees von den Erfolgen und Fehlern ihrer Mentoren lernen, wodurch sie schneller vorankommen und ihre Ziele erreichen können. Mentoring ist oft eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung, die Zeit, Engagement und Offenheit erfordert, um erfolgreich zu sein.


Im Karriereumfeld handelt es sich hierbei um einen strukturierten Prozess. Die sogenannten "High Potentials" erhalten durch eine ältere, erfahrene Person Unterstützung, um beispielsweise Führungsqualitäten aufzubauen. Dies ist eine Möglichkeit für den Mentee, in sein neues Aufgabenfeld hineinzuwachsen und wichtige Hinweise auf die "ungeschriebenen Gesetze" in einem Unternehmen zu erhalten.


Der Nachteil des Mentorings wie oben beschrieben ist, dass nur bestimmte, ausgewählte Personen so einen Karrierevorsprung erhalten und andere keinen Zugang haben.


Inzwischen ist es in Personalabteilungen allgemein akzeptiert, dass nicht nur bei zukünftigen Führungskräften eine Unterstützung im beruflichen Umfeld zu sehr guten Ergebnissen führen kann. In der Schweiz hat sich daraus sogar ein neues, auf einer fundierten Ausbildung fussendes Berufsbild entwickelt:




Betrieblicher Mentor mit eidg. Fachausweis

Das Coachingzentrum Olten schreibt dazu:

"Business Coaching: Aktivieren Sie Selbstwirksamkeit

Als Business Coach lernen Sie, Kundinnen und Kunden mit ressourcenaktivierenden Tools und Fragetechniken wirkungsvoll zu begleiten. Sie arbeiten lösungsorientiert, regen Perspektivenwechsel an und fördern ein agiles Mindset. So stärken Sie Selbstwirksamkeit und Reflexionsfähigkeit."


Im Juni 2014 erkannte das schweizerische Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI den neuen Berufstitel «Betriebliche:r Mentor:In mit eidgenössischem Fachausweis» offiziell an. Bis dahin hiess die Ausbildung "Dipl. Coach SCA". Die SCA, Swiss Coaching Association, ist unser beruflicher Fachverband für professionell arbeitende Coaches und Betriebliche Mentorinnen.

Da ich selbst die Ausbildung schon ganz früh, von 2007 bis 2009, absolviert habe, trage ich offiziell nur den Titel "Coach SCA", weil es den anderen 2009 gar nicht gab.


Mit dem Berufsabschluss der Betrieblichen Mentoren wurde in der Schweiz der Zugang zu Mentoring / Coaching im Business-Bereich für alle berufstätigen Menschen geöffnet, was ich persönlich sehr positiv finde.


Für mich war die Ausbildung als Coach und betriebliche Mentoin damals eine ganz bewusste Entscheidung. Ich war schon länger coachend* und beratend tätig, zunächst als Quereinsteigerin. Das Wissen hatte ich mir durch die sehr wertvolle Hilfe und die Rückmeldungen erfahrenerer Kolleginnen und Kollegen aufgebaut. Die meisten in meinem Umfeld waren jedoch erwachsenbildnerisch ausgebildet und auch ich habe die ersten Schritte im agogischen Bereich, als Trainerin, getätigt. Doch danach wollte ich unbedingt noch diesen speziellen Fokus auf Kommunikation, Gesprächsführung und Psychologie, den man in Coaching-Ausbildungen erhält.


*gibt es dieses Wort?


Was fällt unter den Begriff "Finanzen"?

Wenn wir an "Finanzen" denken, ist uns bewusst, dass es sich um Geldangelegenheiten handelt. Welche Stichworte fallen dir spontan dazu ein? Aus meiner Erfahrung denken 10 Personen zum Thema Finanzen an 10 verschiedene Dinge. Deshalb will ich es hier etwas aufschlüsseln.


Wir können zwischen persönlichen Finanzen und geschäftlichen Finanzen unterscheiden:


Persönliche Finanzen

Dazu zählen:


Einnahmen

  • Nettoeinkommen aus Anstellung oder Selbständigkeit

  • Einnahmen und Erlöse aus Vermietung / Verkauf von Immobilien

  • Ausschüttungen aus Investments, Lebensversicherungen usw.

  • Unterstützungszahlungen für Kinder

  • Unterstützungszahlungen für die Betreuung älterer Familienmitglieder

  • Zinsen, Dividenden, Erträge aus Kapitalanlagen


Ausgaben

  • Lebenshaltungskosten (Miete, Krankenkasse, Lebensmittel)

  • Steuern

  • Gesundheitskosten

  • Miete / Hypothek, inklusive Nebenkosten

  • Strom, Heizung, Wasser

  • Telefon, Internet

  • Versicherungsbeiträge

  • Mobilität (Auto, ÖV)

  • Kosten für Vermögensverwaltung

  • Aus- und Weiterbildung

  • Urlaub / Ferien / Reisen

  • Hobbies

  • Geschenke, Feste

  • Beiträge an Altersvorsorge

  • usw.


Vermögen

  • Kapitalanlagen

  • Immobilien im Eigenbesitz

  • Sparkonten

  • Schmuck und Edelmetalle

  • usw.

Schulden

  • Kreditkarten

  • Konsumkredite

  • bei Freunden

  • unbezahlte Rechnungen

  • usw


Geschäftliche Finanzen (einer Solounternehmerin)

Dazu zählen:


Einnahmen

  • aus selbständiger Geschäftstätigkeit

  • aus Untervermietung Räume

  • aus Ausschüttung geschäftlicher Kapitalanlagen

  • aus Verkauf von Anlagevermögen


Ausgaben (Verbindlichkeiten)

  • Mieten

  • Personalkosten (auch die eigenen)

  • Versicherungen

  • Betriebliche Steuern

  • Reparaturen

  • Abos für Dienstleistungen, z.B. Schulungsplattform für eigenen Onlinekurs, Möglichkeit für Video-Calls, Planungs- und Terminierungssoftware, Software für IT-Sicherheit etc.

  • Bankkredite und Darlehen

  • Lieferantenrechnungen (aus Waren- und Dienstleistungseinkauf)


Investitionen

  • in Weiterbildung / Schulung, Coaching, etc.

  • für grössere Anschaffungen wie Geräte und Maschinen, z.B. Laptop, Computer, Fahrzeuge, Flipchart, Büromöbel etc.


Vermögen

  • Büroeinrichtung und Arbeitsgeräte

  • Gewinn, den du im Unternehmen belässt

  • Patente, Lizenzen, Markenrechte

  • Gebäude, Grundstücke, Fahrzeuge etc.






Finanzen können schnell unübersichtlich werden...


Was macht eine Finanzmentorin?

"Finanzmentorin" ist kein klar definierter Begriff wie beispielsweise "Lehrer" oder "Schreinerin". Eine Finanzmentorin kann darauf spezialisiert sein, dir bei deinen privaten Finanzen zu helfen, bei Schulden, bei Vermögensaufbau, bei den Steuern oder bei den Finanzen in deiner Selbständigkeit. Es kann auch sein, dass sie ausschliesslich Angebote hat, die sich auf dein Money-Mindset, also auf die mentale Ebene, fokussieren.


Was macht ein Finanzberater?

Finanzberater sind Fachpersonen, die im Auftrag einer Bank, Versicherung oder eines anderen Finanzdienstleisters Beratungen durchführen und die (hoffentlich) passenden Produkte anbieten. Die Beratung kann für dich kostenfrei sein, wenn die beratende Person über die beim Verkauf entstehenden Provisionen vergütet wird oder von ihrem Arbeitgeber einen fixen Lohn erhält. Es gibt auch Honorarberater:innen. Diese nehmen für ihre Dienstleistung ein nach Stunden abgerechnetes Honorar. Dies soll eine unabhängige Beratung im besten Sinne des Kunden gewährleisten.


Was macht eine Finanzplanerin?

Der Beruf des Financial Planners oder der Finanzplaner:in ist eine fundierte Finanzausbildung in den Bereichen Kapitalanlagen, Hypotheken, Vorsorge und Versicherungen, welche international vergleichbar ist und es den Titel-Inhabern ermöglicht, ihren Kundinnen ganzheitliche Finanz- und Vorsorgeplanungen anzubieten und dabei viele Ebenen zu berücksichtigen. Finanzplaner:innen können bei Banken, Versicherungen, Finanzdienstleistern und auch selbständig tätig sein.


Was ist bei einer Finanzmentorin anders?

Den Begriff der Finanzmentorin benutze ich persönlich gerne übergeordnet, weil er für mich beides verbindet: Das Wissen um die verschiedenen Möglichkeiten, die wir mit unserem Geld haben und die Fähigkeit, dich zu coachen, dir also auch auf der mentalen Ebene beizustehen. Da ich mich als deine Sparringspartnerin auf Augenhöhe sehe, gefällt mir auch die Bezeichnung Finanzbegleiterin ganz gut.


Als Finanzmentorin unterstütze und begleite ich dich sowohl auf der Zahlenebene, als auch auf der emotionalen und mentalen Ebene, wenn es um deine geschäftlichen und privaten Finanzen geht. Und das darf Spass machen!




Wann brauche ich eine Finanzmentorin?

Das ist deine ganz persönliche Entscheidung. Natürlich gibt es Fälle, insbesondere wenn du ein eigenes Business hast, wo es plötzlich sehr brenzlig werden kann und Hilfe von einer Fachperson unbedingt angezeigt ist. Allerdings, zu diesem Zeitpunkt kann es auch schon reichlich spät sein, um Unterstützung ins Boot zu holen. Vielleicht sind dann einige deiner Business-Babys bereits ins Wasser gefallen. Um mal beim Bild zu bleiben ;-).


6 starke Gründe, dich um dein Geld zu kümmern

  1. Du hast entschieden, die volle Verantwortung für dein Leben zu übernehmen, folgerichtig auch für deine Finanzen

  2. Du hast dein privates Budget bisher nach Gefühl gemanaged und bist ganz gut damit gefahren. Jetzt, wo die Business-Finanzen dazu kommen, wird es jedoch etwas unübersichtlich. Das willst du ändern.

  3. Du hast beschlossen, die CEO deines Lebens zu sein und willst persönlich und geschäftlich wachsen. Dazu gehört, neue Themen, wie z.B. Finanzen, aktiver in deine Handlungen zu integrieren

  4. Du hast ab und an Existenzängste oder fühlst dich auf wackligem Boden, weil du nicht genau weisst, was in deiner Selbständigkeit finanziell auf dich zukommen wird. Das soll anders werden.

  5. Du liebst dein Business und das, was du da tust, von ganzem Herzen. Dir ist bewusst, dass deine Selbständigkeit auf Dauer nur erblühen kann, wenn du dich dem Thema Geld und Finanzen bewusst widmest. So kannst du auch bei diesem Thema deine Werte leben.

  6. Du willst selbstgestimmt, gelassen und finanzentspannt durchs Leben gehen


Wie kann ich dich als Finanzmentorin unterstützen?

In einem unverbindlichen Kennenlern-Gespräch erzählst du mir, was dich in Bezug auf deine persönlichen und/oder geschäftlichen Finanzen beschäftigt und welche Wünsche und Ziele du für die Zukunft hast.

Ich werde dir dann ein individuelles, auf deinen Bedürfnissen beruhendes Angebot unterbreiten.

Mögliche Inhalte eines Finanzmentorings:

  • Konkrete Vorschläge, wie du deine Ideen umsetzen kannst (z.B. investieren, fürs Alter vorsorgen, Klarheit bei Einnahmen und Ausgaben gewinnen, dein Business gesund wachsen lassen, Vermögen aufbauen etc.) Unterstützung beim Auflösen von Geld-Blockaden, d.h. sabotierenden Gedanken und Glaubenssätzen (neudeutsch: Money-Mindset) durch Coaching

  • Beantwortung deiner Fragen, Wissenvermittlung zu Finanzen (nur das, was du brauchst und dich interessiert sowie das, auf das du unbedingt achten solltest)

  • Unterstützung bei der Umsetzung der einzelnen Schritte

  • Unterstützung beim Aufbau zeitsparender, unkomplizierter Geldrituale, die du dann auch einhältst

  • Begleitung in deine finanzielle Selbstwirksamkeit :-)










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