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  • Chris Collet

Mein Weg zur Finanzmentorin für Unternehmerinnen

Aktualisiert: 13. Juli

In diesem Artikel erzähle ich, wie wurde, was ich heute bin. Hier sind die Stationen meines Lebenswegs:


60ziger Jahre: Homeborn in the 60ties

70ziger Jahre: erste Erfahrungen mit Geld

80ziger Jahre: Berufsträume, Lehre, Amerika, Familiengründung

90ziger Jahre: erste Berührungspunkte und Einstieg in die Finanzbranche

2000er Jahre: zweiter beruflicher Quereinstieg: ich werde Businesscoach

2006 bis heute: weitere Ausbildungen

2018 bis heute: Firmengründung, Kombination Expertise aus Finanzen & Coaching




Mann auf Fahrrad mit Kind ca. 1967
1967: Sonntagsausflug mit Papa. Abfahrt vorm Haus.

Homeborn in the 60ties Mein Vater baute mit seinen Brüdern, Cousins und Söhnen - meinen beiden Brüdern - unser Haus. Im Garten gab es an die 20 Obstbäume, Kartoffeln, Erdbeeren und Rharbarber, welche verarbeitet werden wollten. Ich erinnere mich an den Geruch von Leim und die Tapeziertische, wenn erneut ein Zimmer verschönert wurde.

Die Garage hatte eine Grube, so dass schrottreife Autos wiederbelebt und zum Fahren gebracht werden konnten.

Inmitten dieser unfassbar praktisch veranlagten Familie erblickte 1966 ein handwerklich spektakulär unbegabtes, rothaariges Mädchen zuhause das Licht der Welt.: Das war ich.


ca. 1973 zwei Mädchen ungefähr 4 und 7 Jahre alt
1973: Meine kleine Schwester und ich

70ziger Jahre.

Mamas Waschküche

In einem der Kellerfenster sah ich Licht. Ich lief hinunter und fand meine Mutter auf dem Boden kauernd vor der Waschmaschine. In den Händen hielt sie ein zerknülltes, winziges Kleidungsstück, welches sie sich verzweifelt schluchzend ins Gesicht presste. Wie alle anderen Textilien, die sich noch in der Maschine befanden, war es versehentlich bei 90 Grad gewaschen worden und eingegangen. Hier wurde vermutlich die erste Kerbe für das Money Mindset geschlagen, welches mich im Erwachsenenleben so viele Jahre plagen sollte: "Etwas, das Geld gekostet hat, zu verlieren, ist schrecklich." Und: "Ich bin der Situation ausgeliefert."


Meine Eltern waren Büezer


Der Vater arbeitete als Schiffbauer. Meine Mutter war Hausfrau und betrieb ausserdem Sammelbestellungen bei allen Versandhäusern, für die gesamte Nachbarschaft. Sie verkaufte Getränke an der Haustür und betreute den Zigarettenkasten in unserem Vorgarten.


Für ihr Einkommen arbeiteten meine Eltern hart und dennoch schien nie genug davon da zu sein. Wenn erst einmal das Haus abbezahlt wäre, dann würden auch wir in die Ferien fahren. So weit kam es nicht. Mein Vater erkrankte an Multiple Sklerose und wurde ein Pflegefall.


1955. Junger lächelnder Mann hält Hochzeitstorte in den Händen.
Glückliche Tage um 1955. So durfte ich meinen Vater nur wenige Jahre erleben.



Junge blonde Frau stützt linke Hand an einem Baum. Ca. 1955.
Mum. ca. 1955. Eine starke Frau, die ihr Schicksal (er)trug

Erstes Geld und Schneegestöber Er hiess Axel und hatte grosse, dunkelbraune Augen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Mit 13 wollte ich ein Pferd und meine Mutter hatte leichtsinniger Weise gesagt: "Klar. Wenn du das bezahlen kannst, dann mach' nur". Jetzt schob ich das Fahrrad durch Sommerhitze und Tiefschnee, presste mit klammen Fingern Werbeprospekte durch hunderte von Briefkastenschlitzen. Mein Leben bestand aus Schule, Arbeiten und herrlichen Stunden auf der Koppel, bei meinem Pferd Axel. Der nächste Geld-Glaubenssatz wurde geboren: "Du kannst alles erreichen, was du willst. Aber du musst dafür hart arbeiten".


80ziger Jahre

ca. 1989 blonde Frau mit roter Jacke vor weissem Kleinwagen
Das waren die Achtziger!

I have a dream. Es war die grosse Zeit der Popgruppe ABBA und auch ich hatte einen Traum: Ich wollte Journalistin werden. Vor meinem geistigen Auge sah ich die Veröffentlichung fabelhafter Titelgeschichten, unter denen mein Namen stehen würde. Im richtigen Leben fühlte ich die unausgesprochene Bitte meiner Mutter, möglichst schnell Geld zu verdienen und auf eigenen Beinen zu stehen. Also entschied ich, hauptberuflich Briefe zu schreiben und wurde Kauffrau. Verinnerlichtes Money-Mindset "Ich bin auf mich gestellt. Und muss den Spatz in der Hand nehmen. Von der Taube auf dem Dach kann ich nur träumen".


Mai 1987 Flucht nach vorne. Ich hatte mehr Mut als Verstand und landete mit wenig Geld in Denver, Colorado, um meine erste Aupair-Stelle anzutreten. Darauf folgten Jobs als Kellnerin, nicht registrierte Übernachtungen im Auto in Nationalparks, weitere Babywindeln, Reisen im Greyhoundbus, ein Nachmittag auf der Polizeistation in Los Angeles, der atemberaubende Indian Summer in den Rocky Mountains, die Bahamas. Ich hatte unvergessliche Erlebnisse mit wunderbaren Menschen und eines davon beeinflusste die Richtung meines Lebens massgeblich: In San Diego lernte ich meinen zukünftigen Mann, einen Schweizer, kennen.


Junges Paar sitzt auf Bank, ein kleiner Junge steht davor und lächelt.
Wir als junges Paar. 1988 in der Schweiz.

November 1987 Ankunft in Zürich. 1988 kam unser Sohn zur Welt. Stillend schrieb ich bei Madame Penny-Paillet, die mich als Putzfrau nicht hatte anstellen wollen, wohlformulierte Antworten auf Reklamationen, im Stundenlohn. 10 Monate später stieg ich wieder Teilzeit ins Kaufmännische ein. Unvorstellbar für mich, dass mein Partner das dringend benötigte Geld für unsere junge Familie alleine verdienen müssen sollte.




90ziger Jahre.

ca. 1992 Mutter mit Kind, beide stützen sich auf Ellenbogen auf, lächelnd
1990er Jahre. Mein Sohn ist mir ähnlicher, als es ihm manchmal lieb ist

Erster beruflicher Quereinstieg

Der kaufmännische Beruf ist eine solide Grundlage für fast alles. Aber da war dieser Hunger nach mehr. Mit der eidgenössischen Matura (Abitur) auf dem zweiten Bildungsweg stillte ich meinen Drang, die Dinge besser zu verstehen. Ich war inzwischen alleinerziehende Mutter und jobbte nachts von zuhause aus als Datatypistin.

Schlussendlich ging die Matura im Abschlussjahr unter "die Unvollendete" ein. Die Mieten waren damals auf einem Höchststand und ich brauchte Geld. Dringend. Ein Freund, dem ich erzählte, dass ich nicht mehr in den kaufmännischen Bereich zurück wolle, sagte: "Du brauchst Kunden". Er hatte Recht.



Finanzfaszination, ganz ungeplant

Ich wurde bei einem kleinen Unternehmen als Finanzplanerin angestellt und lernte nicht nur die Welt der Zahlen kennen, sondern auch die des Verkaufs und der Kundenberatung. Beides machte mich anfangs maximal nervös. Zu meiner eigenen Überraschung sog mich das Thema Finanzplanung mit all seinen Facetten komplett ein. Ich war fasziniert. Bis spät in die Nacht las ich alles, was ich bekommen konnte und war in Lichtgeschwindigkeit eingearbeitet. Ich wurde zertifizierte Finanzplanerin mit eidgenössischem Fachausweis. Und bildete langsam ein neues Geld-Mindset aus: "Ich kann das!" :-).


2000er Jahre

Frauen und Finanzen - eine geniale Kombination

Als Finanzplanerin machte ich einige spannende Entdeckungen. Sehr oft erlebte ich Frauen als richtiggehend schüchtern, was ihr Geld und die Zahlen anging. Sie hielten sich lieber im Hintergrund und liessen den Partner machen. Gleichzeitig erkannte ich, wie viel leichter mein eigenes Berufsleben durch die unbestechlichen Zahlen geworden war. Anfangs belächelten mich die männlichen Kollegen, wenn etwa meine Beratungsgespräche länger dauerten als ihre. Bis ich mit den Ergebnissen ums Eck kam. Wenn es um grosse Zahlen (sprich: Umsätze) ging und ich hatte die grösste, dann war ich die Beste, basta!


Als Kauffrau hatte ich oft erlebt, dass der schläfrige "Kollege Reto" (ich nenne ihn jetzt mal beispielhaft so) auf mirakulöse und für mich nicht ersichtliche Weise, gemäss meinem Chef, gewisse Aufgaben besser gelöst haben sein sollte. Und deshalb, im Gegensatz zu mir, vorwärts kam.


Was für ein Endorphin-Flash, dass ich jetzt als Finanzplanerin einfach "nur" super arbeiten musste und die Ergebnisse (in Zahlen, notabene!) taten den Rest für mich! Keine komischen Leistungsbewertungsgespräche mehr, sondern einfach Anerkennung und Wertschätzung für das, was ich erreicht hatte. Es war phenomänal.


Warum Zahlen glücklich machen

Besonders stolz bin ich auf eine kleine Zahl - meine Stornoquote. Die männlichen Kollegen in verwandten Branchen betrachteten 15 - 20% Rücktritte von abgeschlossenen Lebensversicherungen als normal. Ich hatte eine langjährige Quote von unter 2%! Das hat etwas mit Werteorientierung zu tun. Es war mir mega wichtig, meinen Kunden nur diejenigen Produkte zu verkaufen, die auch wirklich zu ihnen und ihrer Situation passten. Mit den Umsätzen lief es dennoch bestens! Allerdings mit etwas mehr Aufwand und nicht "schnell schnell".





Zweiter beruflicher Quereinstieg

In hunderten von Lohnausweisen, Bankbelegen und Vorsorgeausweisen meiner Kunden stellte ich mit Erstaunen fest, dass das Geld zu den einen gradezu hinzufliessen schien. Sie hatten ein gutes Händchen bei Kapitalanlagen und ihr Vermögen vermehrte sich. Andere verkauften ihre Aktien just im ungünstigsten Zeitpunkt und trafen suboptimale Finanzentscheidungen. Der psychologische Aspekt unseres Geldverhaltens fesselte zunehmend meine Aufmerksamkeit. Hier wurde der Samen gesäht für meine Zukunft als Finanzmentorin und Money Mindshift Coach. Denn mir war klar: Einerseits wollte ich meine Kunden dabei unterstützen, Finanzwissen aufzubauen und für sich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Anderseits wollte ich sie unterstützen, wenn sie auf mentale Saboteure stiessen, die ihre Finanzziele in Gefahr brachten. Ich beschloss, das Coach-Handwerk zu erlernen.


Schwarz gekleidete Trainerin steht vor einer Flipchartwand und hat die Hände in den Hosen
Trainerin zu werden war, wie zuhause anzukommen

2005 Trainerin und Business Coach für berufliche Neuorientierung

Was in der Überschrift oben so gelassen steht, war mitnichten einfach. Ich bewarb mich für eine Stelle, bei der eine Psychologin, Pädagogin oder Erwachsenenbildnerin gesucht war. All das war ich nicht und ich hatte null Erfahrung, vor einer Gruppe zu sprechen. Deshalb erhielt ich zunächst eine Absage. Doch ich war "on fire" und ergatterte mir hardnäckig ein fünfminütiges Gespräch mit dem Geschäftsführer. Darauf folgte ein zweieinhalbstündiges Interview mit ihm und seinen beiden Teamleiterinnen. Sie fragten, wie ich mit bestimmten schwierigen Coaching-Situationen umgehen würde. Die Erfahrung, meine Mutter bei ihrer Krebserkrankung bis zum Schluss begleitet und respektvoll ihre Wünsche akzeptiert zu haben, war wertvoll, um die richtigen Lösungsvorschläge zu benennen. Auch die Tatsache, dass ich mir durch jahrelange Gespräche über das sensible Thema Geld valable Kommunikatiosskills aufgebaut hatte, war hilfreich. Ich schaffte es, alle drei zu überzeugen.

Zwei Frauen sitzen am Tisch und studieren Unterlagen
In meinem Element

Es folgte ein abgeschiffter erster Probetag. Beim zweiten Versuch hatte ich die Nacht zuvor an der Seite meines Sohn wegen seiner Blinddarmentzündung im Krankenhaus verbracht. Meine Leistung am nächsten Morgen war vermutlich "voller Potential". Doch die Teilnehmenden liebten es und marschierten in der Pause zur Geschäftsleitung, um diese von meiner Anstellung zu überzeugen. Was auch gelang. Seither berate und coache ich Menschen aller Hierarchieebenen und Coleur in beruflichen Fragen. Ich bin noch immer "on fire" für diese Aufgabe.





Was Coaching kann

Coaching ist für mich das fehlende Puzzlestück, wenn es um ein gesamthaftes Geldbewusstsein geht. Hier habe ich die Möglichkeit, mentale "Verkrustungen" zu lösen und mit der Klientin zusammen ein neues Mindset aufzubauen, das ihre künftigen Erfolgsaussichten vervielfacht.


Lernkurven- und Jahreszahlen Kung-Fu

Siegel eines Ausbildungszertifikats
Potentialorientierter Coach nach Dr. Petra Bock

2006 Abschluss als Kursleiterin SVEBI


2009 Abschluss Coach SCA (heute: Betriebliche Mentorin FA)


2014 CAS Coaching


2019 Abschluss Potentialorientiertes Coaching nach Dr. Petra Bock,

d.h. zertifizierter Mindfuck®-Coach (heute: Inner Change-Methode)





2018 Teilselbständigkeit als Businesscoach


Webseite. Foto von einer Frau mit wehendem Haar.
Meine erste Webseite. Selbstgebaut.

Gründung der Einzelfirma Chris Collet Coaching - Design your Life.


Würde ich Kunden haben? Würden diese für mein Coaching bezahlen wollen? Würden ich Ihnen weiterhelfen können? Ja. Ja. Ja. YEAH!




2020 Gründung Chris Collet Coaching GmbH

Kein Scherz: Am 1. April und inmitten der Hochphase von Corona wurde ich Vollzeit-Unternehmerin. Da ich eine typische Scannerpersönlichkeit bin, liebe ich das breit gefächerte Themenspektrum als Businesscoachin. Ich kann meinem gesamten Wissens- und Erfahrungsfundus auf die Strasse bringen. Jedoch ist es nicht möglich, gezielt Werbung zu schalten und schwer, eine eigene Marke aufzubauen. Deshalb suchte und fand ich meine Nische.





2021 Nischenpositionierung als Finanzmentorin für Unternehmerinnen

Im Grunde verband ich einfach die Fäden: Finanzplanung - Frauen und Geld - Unternehmertum. Ich baute ein neues Markendesign auf und meine Webseite erhielt einen Relaunch.



Juli 2022 Geplanter Launch meines neuen Programms

Das Money Mindshift Mentoring

Ich zeige Unternehmerinnen, wie sie ihre Finanzen entspannt managen und optimieren können. Für ein gutes Geldselbstbewusstsein, gesundes Gedeihen des Business und einen ruhigen Schlaf. Finanzwissen unkompliziert und sofort umsetzbar, auch für Nicht-Zahlenmenschen. Freue mich mega auf das Programm und die wundervollen Frauen, die ich kennenlernen werde.





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Deine Christine











Frau in schwarz-beigem Kleid auf Feldweg mit drei Hunden
Auf dem Weg in die Zukunft....





















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